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Notebook-Testbericht zum Acer TravelMate 661 LCi: Übersicht
> Testbericht (aktualisiert)
Spitzenqualität zum erschwinglichen Preis
Pro: (vormals) lange Akkulaufzeit, sehr leise
Contra: Display bekommt mit der Zeit immer mehr Pixelfehler, nicht voll Linux-tauglich
Aktualisiert am 10. Mai 2005, ursprüngliche Version online seit 7. September 2003
Vorbemerkung: Wer Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet darf diese behalten oder mich anmailen!
GLIEDERUNG:
1. Einleitung und Vorgeschichte
Am 20. August 2003 habe ich mir das TravelMate 661 LCi von Acer beim Fachhändler meines Vertrauens gekauft. Dem vorangegangen waren Beratungsgespräche, die Bestellung sowie intensive Recherchen im Internet. Nachdem ich schon seit ca. einem halben Jahr immer wieder geplant habe, ein Notebook zu kaufen, konnte ich mit diesem Modell eines finden, das für mich ideal ist. Meine Anforderungen wie lange Akkulaufzeit, mobiler Prozessor, gute Office- und Surftauglichkeit, Verwendbarkeit auch hin und wieder in der Schule für eine Präsentation oder Ähnliches sowie manchmal ein (älteres) Spielchen wurden alle erfüllt. Dass es schlussendlich ein Centrino-NB von Acer werden sollte, habe ich anfangs auch nicht geahnt. Heute bin ich aber sehr froh, dass der "halb-mobile Mist" von Gericom und co. nur kurz meine Aufmerksamkeit erregt hat und ich im Endeffekt an diesem TravelMate hängengeblieben bin.
Das Notebook kostete bei meinem Händler (Computer Majer in Zeltweg) offiziell 1499 Euro, ich habe aber etwas Rabatt bekommen und mir das NB samt einigem Zubehör (darunter Maus, Tasche, Netzerkkarte für den PC, Kabel) für 1570 Euro erworben. Ich weiß, dass ich anderswo vielleicht 50 bis 100 Euro gespart hätte, doch würde ich so etwas teures NIE bei einem Internetversandhändler kaufen, da ist mir der kompetente kleine Fachhändler viel lieber. Und wirklich teurer wäre es wohl bei Niedermeyer, Cosmos oder einem ähnlichen Laden gewesen, die geben keinen nämlich keinen Rabatt, haben das NB zum gleichen offiziellen Preis in ihrem Sortiment und sind vor allem, und das ist für mich der Knackpunkt, äußerst inkompetent. Das sind genau die Leute die dir auch ohne Gewissensbisse ein Gericom andrehen und es noch hoch loben, haben sie solche Geräte doch massenhaft in den Auslagen. Im Gegensatz dazu hat mein Händler auch gleich erkannt welches Notebook für mich von Leistung und Preis her passt und mich damit sehr gut beraten, wie dieser Artikel noch zeigen sollte.
2. Technische Daten
Viele schreiben, man könne sich diese auch anderswo nachlesen, ich meine aber, dass sie der Übersicht halber sehr wohl dazugehören.
Das Notebook hat also:
- Intel Centrino Mobile Technology
- Pentium-M (Codename: Banias) 1,4 GHz
- Intel 855GM Chipset
- 15" SXGA+ Display mit 1400*1050 Pixel
- DVD / CD-RW Combolaufwerk
- 512 MB DDR RAM
- Intel Grafikkarte 82852/82855 GM/GME mit Shared Memory, die, einstellbar im BIOS, 8 bis 32 MB vom Hauptspeicher abzweigt
- Integriertes WLAN 802.11b, natürlich ebenfalls von Intel, da Centrino
- 4-in-1 Cardreader für Sony Memory Stick, Multi Media Card, Secure Digital und Smart Media
- Smartcard-Reader, der primär für ein Sicherheitsfeature verwendet wird, das leider Probleme macht, aber dazu später
- 56 k Modem und Netzwerkkarte natürlich auch intern
Anschlüsse:
- 4 mal USB 2.0, links
- Firewire, links
- Audio-Ausgang (für externe Boxen oder Kopfhörer), Line-in, Mikrophonanschluss, links
- PC-Card-Slot, links
- Infrarot-Schnittstelle, vorne
- S-Video-Out, VGA-Out, Parallelanschluss, Anschluss für Acer Port Replicator, Netzwerkanschluss, Modemanschluss, hinten
- und natürlich, auch wichtig, Netzteilanschluss, rechts
Außerdem ein internes Mikrophon, aber leider etwas schlecht positioniert, da ganz rechts hinten vor dem Display
Das wichtigste an Software:
- Windows XP Home
- Norton Anti Virus, leider nur mit 3-Monats-Abo, aber das ist wohl normal
- Power DVD
- NTI CD und DVD Maker
- und dann natürlich noch Acer-eigene Notebook-Verwaltungssoftware, claro
Lieferumfang:
- Notebook
- Netzteil und Kabel
- insgesamt 4 CDs: Norton Anti Virus, Recovery Disks sowie Acer System Disk
- Handbücher und diverse sonstige Unterlagen für Garantie, Erste Schritte, etc.
- Weight-Saver-Modul für die Media-Bay (kann man zum Gewichtsparen anstatt des Laufwerks reingeben)
- Telefon-Kabel für Deutschland und noch irgendwo (das zweite Kabel ist mir unbekannt), ein Manko, da ich das NB schließlich in Österreich erworben habe und es auch hier verwendet wird
So, das sollte das wichtigste bezüglich der technischen Fakten sein, wer noch mehr wissen will sollte sich einfach einmal die Acer-Homepage oder etwas Ähnliches ansehen...
3. Verarbeitung, Bedienung und Ergonomie
In dieser Hinsicht ist das Notebook absolut top. Nichts, aber auch gar nichts gibt Grund zum Meckern. Die Verarbeitung des gesamten Geräts ist erste Sahne, nichts knackst oder knarrt. Hier hat Acer ordentliche Arbeit geleistet. Die Tatatur ist, speziell für ein Notebook, sehr angenehm, mit gutem Druckpunkt und zudem ergonomisch leicht gebogen, was das Arbeiten mit ihr sehr bequem macht. Zwischen der linken STRG- und der Windows-Taste gibt es eine Fn-(Function-)Taste, mit der einige zwei-, dritt- bzw. Viertbelegungen von Tasten aktiviert werden können. Ein Beispiel sei gennant: Fn und F7 gleichzeitig gedrückt schaltet das Touchpad ein oder aus, andere Kombinationen regulieren die Lautstärke, usw. Von den "normalen" Tasten sind Num und Rollen die einzigen, die NUR in Kombination mit Fn gedrückt werden können. Das einzige "Manko" an der Tastatur für mich ist, dass die eckige Klammer sich ganz rechts statt normalerweise ganz links befindet, was beim HTML-Schreiben wegen der Umgewöhnung lästig ist. Wie oft habe ich anstatt der Klammer schon ein "Y" getippt bzw. die linke Umschalttaste gedrückt, obwohl ich eigentlich rechts unmittelbar vor der dortigen Umschalttaste drücken müsste.
Über der Tastatur befinden sich mit kleinem Abstand vom Ein/Aus-Schalter vier Schnellstarttasten, die das E-Mail-Programm, den Webbrowser sowie zwei weitere frei kongirueribare Programme starten. Diese beiden Tasten sind bei mit derzeit mit ICQ Lite sowie dem phase5-HTML-Editor belegt - und ich suche sie dauernd wenn ich mal an meinem alten PC und nicht am Notebook bin!
Noch weiter rechts gibt es dann noch drei kleine LEDs, die Caps-Lock, Num-Lock sowie Medienaktivität (HD bzw. Combolaufwerk) anzeigen. Mit "Num-Lock" ist der mehr oder weniger nutzlose integrierte Ziffernblock gemeint, sodass dann das U zur 4 wird, das I zur 5, das Ö zum Plus usw. Ein Feature, das vielleicht notorische Ziffernblock-Tipper zur schnellen Zahleneingabe brauchen können, ich halt nicht.
Vorne befindet sich eine weitere, kleinere Taste, mit der WLAN bequem ein- und ausgeschaltet werden kann. Dazu noch Statusleuchten für WLAN-Aktivität, Bluetooth inlklusiver Taste (bei diesem Modell nicht dabei und daher belanglos), Energie/Ladestatus und Betriebs-Status (normal, aus oder Standby).
Unter dem Touchpad gibt es neben den zwei Standard-Tasten noch einen frei konfigurierbaren 4-Wege-Schalter, der standardmäßig auf Scrollen eingestellt ist. Ich habe auf/ab zum vertikalen Scrollen gelassen und links/rechts mit zurück/vor konfiguriert. Sehr praktisch! Das Touchpad an sich ist natürlich Gewohnheitssache und obwohl es an sich von guter Qualität ist verwende ich so oft wie möglich meine externe Maus, weil die einfach noch viel bequemer ist, logisch.
Auch das Display ist bei weitem ergonomicher als so eine hohe Auflösung vermuten lassen möchte. Zwar ist mit SXGA+ schon alles recht klein, doch ist man ja auch viel näher dabei als beim Desktop-PC, zudem ist das Display sehr gut und gleichmäßig und angenehm für die Augen. Damit man sich etwas vorstellen kann mal metrische Einheiten: Die Bildschirmdiagonale misst etwas 38 cm. Durch die hohe Auflösung ergibt sich auch eine bisher ungeahnte Übersichtlichkeit. Die Blickwinkelabhängigkeit ist von der Seite kaum ein Thema, von oben auch noch ausreichend, nur von zu weit unten sollte man besser nicht draufsehen. Insgesamt also äußerst befriedigend.
Zum Thema "Design" will ich keine eigene Kategorie schreiben, weil das doch nur nebensächlich ist. Trotzdem muss ich feststellen, dass dieses TravelMate richtig gut aussieht! (Vgl. auch mit 5. Akkulaufzeit und Mobilität / Maße)
4. Leistung und Betrieb
Auch in diesem wichtigen Bereich überzeugt das NB: Wie bei so einer Ausstattung nicht anders zu erwarten gibt es im Office- oder Surfbetrieb keinerlei Probleme. Auch zum DVD-Gucken ist dieses Notebook ohne weiteres geeignet.
Durch die Shared-Memory-Grafiklösung ist das Gerät natürlich für aktuelle hochmoderne 3-D-Spiele weniger geeignet. Ältere Games dagegen oder auch 2-D-Strategiespiele (wie z.B. Anno 1503, erfolgreich getestet) laufen ohne Probleme. Zum Thema 3-D sei noch gesagt, dass ich das schon etwas ältere 3-D-Aufbaustrategiespiel StarTopia in der vollen nativen SXGA+ Auflösung sowie den recht neuen Shooter Star Trek Elite Force 2 immerhin noch in XGA ruckelfrei zum Laufen gekriegt habe. Hier sei gesagt, dass andere Auflösungen als die native bei TFTs technisch bedingt IMMER etwas unscharf aussehen weil diese natürlich interpoliert werden müssen. Eine Alternative wären schwarze Balken am Rand.
Auch das Combolaufwerk kann überzeugen, für ein Notebook brennt es beispielsweise CD-Rs mit immerhin 24-facher Geschwindigkeit.
Die Festplatte finde ich mit 40 GB genau richtig dimensioniert. Übrigens ist sie defaultmäßig in zwei Partitionen zu ca. 30 bzw. 10 GB geteilt, was mich aber nicht stört und ich daher gelassen habe.
Wegen Linuxtauglichekit bin ich schon öfters gefragt worden - da ich bisher nichts installiert habe, kann ich hier kaum etwas darüber sagen. Auf jeden Fall würde sich der kleinere Teil der HD gut dafür anbieten. Getestet habe ich nur Knoppix, das ohne Probleme läuft (habe allerdings Netzwerk nicht getestet).
Mit dem Netzwerk-Anschluss gibt es auch keine Probleme, und auch das interne Modem versieht brav seine Dienste. Auch WLAN funktioniert tadellos, ich kann damit bei uns im ganzen Haus problemlos surfen. Derzeit verwende ichnoch den alten PC als Basisstation, bald kommt aber ein neues ADSL-Modem und ein Wireless Router. Mangels Vergleich kann ich aber leider nicht sagen WIE gut das eingebaute WLAN Equipment wirklich ist - ich liefere das vielleicht bei einem Update nach, wenn die Schule wieder begonnen hat und ich die Leistung mit der des schulischen Notebooks samt Einsteckkarten-WLAN (PCMCIA) verglichen habe. Zumindest ist die Antenne im Displayrahmen und nicht, wie in früheren Serien des TM 80x, unter der Tastatur.
Die Lautstärke des Geräts ist phänonomenal - niedrig! Der Ventilator läuft lediglich für wenige Sekunden während des Bootens, ansonsten allerhöchstens kurz bei starker Belastung, aber im Normalbetrieb gar nicht! Auch sonst gibt es nur minimale Betriebsgeräusche, außer beim intensiven Einlesen speziell "lausiger" CDs mit dem Combolaufwerk. Insgesamt also voll tauglich wenn geringe Lautstärke gefordert ist!
Die internen Boxen leisten guten Dienste und klingen zwar nicht optimal, aber immer noch besser als ich es mir vorgestellt habe und für ein Notebook sicher nicht schlecht. Auch die eingebaute Soundkarte ist ausreichend und hat sogar einen Line-in-Eingang, auf den bei vielen anderen Notebooks verzichtet wird. Auf diese Weise kann beispielsweise die Musik alter Kassetten digitalisiert und später auf CD gebrannt werden. Für den Heimgebrauch in ausreichender Qualität, Profis werden im Bereich Audiobearbeitung sowieso auch bei einem PC nicht um eine Erweiterung herumkommen, die sich bei einem Notebook dann eben nur durch eine externe Lösung realisieren lässt.
Ein paar Worte noch zur SmartCard: Mit dem eingebauten Reader kann ein integriertes Sicherheitsfeature verwendet werden. Bzw. könnte. Dies ist nämlich das Einzige, was bei meinem TravelMate (noch?) nicht funktioniert: Beim Einrichten der Software muss zum Abschluss eine zweite Karte eingesteckt werden, die zur Notfallkarte werden soll. Leider bekomme ich dabei immer nur einen Error, das Programm kann also nicht installiert werden. Obwohl ich dieses Sicherheitprogramm nicht brauche, sollte es dennoch funktionieren. Mein Händler ist bereits informiert und kontaktiert mich sobal er Näheres dazu weiß - Update folgt!
Wer Benchmarks haben will, kann sich diese sicher auf speziellen Hardware-Seiten holen - ich will mir nicht die Mühe machen, irgendwelche Tests laufen zu lassen, die dann erst nur irgendwelche Zahlen ausspucken, und das, obwohl ich sowieso weiß, dass die Leistung für eigentlich alle Anforderungen, mit Ausnahme hochmoderne Spiele, mehr als ausreichend ist.
5. Akkulaufzeit und Mobilität
Dank der Centrino-Technologie ist die Akkulaufzeit sehr gut. Zu dem Zweitpunkt, an dem ich diesen Absatz tippe, steht der Akku bei 35% und das NB ist schon seit 3 Stunden in Betrieb. 4 Stunden Betriebszeit bei Office bzw. Surfen sind also locker drinnen, wenn man sich etwas bemüht auch noch mehr. Spitze! Dass sich beim Spielen oder DVD-Schauen die Laufzeit verkürzt ist auch logisch, doch auch dort ist sie immer noch sehr gut.
Übrigens kann ich, nachdem sich das Schreiben dieses Berichts doch über einen längeren Zeitraum erstreckt hat und ich davor bzw. zwischendurch immer wieder etwas anderes gemacht habe, noch einmal Fazit ziehen: Das Notebook läuft jetzt über 4 Stunden und der Akku steht bei 11% und wird noch für kurze Zeit reichen. Und das, obwohl ich das Notebook zwar geschont habe, doch das nicht extrem: Immerhin hatte ich beinahe durchgehend eine optische Maus dran hängen, die mehr Energie saugt als das Touchpad alleine oder eine mechanische, ich habe eine CD gebrannt und dazu eine Zeit lang unter freiem Himmel gearbeitet und dabei zwecks Sichtbarkeit die Displayhelligkeit auf Maximum gestellt.
Das Notebook wiegt etwa 2,9 kg und ist damit für seine Größe auch recht leicht und für den mobilen Betrieb geeignet. Schon etwas schwerer wird die Sache, wenn man auch noch das Netzteil in seine Notebooktasche packt. Höhenmäßig hat das TravelMate zusammengeklappt etwa 3 cm, was für diese Klasse schon recht schlank und schick ist.
6. Fazit: Kaufen!
Insgesamt gibt es von mir daher angesichts der vielen Vorteile und der wenigen, verkraftbaren Nachteile eine klare Empfehlung: Kaufen! Das Gerät bekommt von mir folglich auch 5 von 5 Sternen.
7. Aktuelle Anmerkungen (5. Juli 2004)
Abgesehen von ausgebesserten Rechtschreibfehlern ist alles, was Sie bisher gelesen haben, im Originalzustand. Nachdem nun aber doch schon einige Zeit seit dem Kauf verstrichten ist, sind ein paar aktuelle Anmerkungen meiner Meinung nach doch ganz angebracht.
Gebrauchsspuren zeigt das Gerät nach inzwischen doch schon längerer Nutzung bisher nur minimale. Das Display weist ein paar kleinere Verschmutzungen auf, die sich mit einem handelsüblichen TFT-Reinigungskit nicht mehr so recht entfernen lassen. Ansonsten sieht das Notebook aber beinahe aus wie am ersten Tag. Die bei manchen dieser Modelle beobachtete extrem schnelle Abnutzung der Tastatur-Beschriftung ist zum Glück überhaupt nicht eingetreten. Insgesamt äußerst positiv!
Bisher wurde das Notebook einmal zu Acer eingeschickt, über meinen Computerhändler, der alles Weitere für mich erledigt hat. Grund war, dass der Akku leider defekt war, nicht mehr aufhörte zu laden und somit nicht nur überhitzte, sondern auch Schaden genommen hat. Hier muss man beachten, dass die meisten Firmen, so auch Acer, auf Akkus nur 6 Monate Garantie geben. Zum Glück war ich damals gerade noch innerhalb dieses Zeitraumes, so dass ich kostenlos einen neuen Akku erhalten habe. Auch nicht schlecht. Die Serviceabwicklung von Gerät beim Händler abgeben bis Gerät wieder beim Händler holen hat inklusive Wochenende nur 6 Tage gedauert - eindeutig ein Riesen-Plus!
So habe ich nach wie vor einen recht neuen Akku, auch wenn die Laufzeit zwangsläufig mit der Zeit natürlich nachlässt. Ich habe schon länger keine genauen Zeitmessungen mehr gemacht, bin aber noch sehr zufrieden.
Weniger positiv die Reaktion seitens Acer auf das Problem mit dem Smartcard-Feature: Obwohl ich damals, als ich das NB wegen des defekten Akkus einschicken musste, das Problem eindeutig angeführt habe, wurde anscheinend in dieser Hinsicht gar nichts unternommen. Auch wenn ich dieses Sicherheitsprogramm nicht brauche, fällt das eindeutig in die Kategorie "negativ".
Dass das System mit der Zeit immer langsamer wird, kommt natürlich auch bei meinem Notebook vor. Das liegt aber wohl eher an Windows XP. Bisher habe ich das Gerät ein Mal mithilfe der Recovery Discs neu aufgesetzt, was wie nicht anders zu erwarten sehr einfach war.
Die Performance ist für meine Zwecke nach wie vor mehr als ausreichend. Wir (ich und mein kleiner Bruder) spielen sogar problemlos das exzellente Rollenspiel "Gothic 2" in mittlerer Qualität auf dem Gerät. Natürlich ist, wie schon früher erwähnt, ein Notebook primär trotzdem keine mobile Spielekonsole. Festplattenspeicherplatz kann man dagegen nie genug haben - langsam aber sicher werden die 40 GB auch voll. Noch sind Reserven vorhanden, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese schwinden. Daher habe ich inwzischen auch eine "normale" zusätzliche 80-GB-Festplatte angeschafft und in ein USB 2.0 Case eingebaut, die jetzt für Backups und das Auslagern von selten benötigten Daten verwendet wird.
Für WLAN habe ich inzwischen einen Router angeschafft, der in Verbindung mit dem ADSL-Modem wunderbar funktioniert bzw. funktionierte, denn zum Zeitpunkt, als ich ich das hier tippe, ist er gerade eben wegen eines WLAN-Defektes eingeschickt...
Linux funktioniert auch nach wie vor *g*, zumindest Kanotix/Knoppix. Vielleicht werde ich irgendwann es auch auf die Festplatte installieren, dann folgen weitere Infos. Vorerst arbeite ich mich auf dem alten PC in die Materie ein, wo Linux schon fix drauf ist.
Am Ende muss ich noch anmerken, dass vor geraumer Zeit plötzlich zwei Pixelfehler aufgetaucht sind. Da sich einer zum Glück in Displaymitte befindet, habe ich laut Acer-Garantiebedingungen ein Recht auf Ausbesserung. Ich werde also in Kürze mein Notebook ein zweites Mal einschicken und dann hoffentich bald wieder berichten...
8. Anmerkungen und Aktualisierungen vom 10. Mai 2005
Inzwischen sind seit dem letzten Update dieser Seite wieder etliche Monate ins Land gezogen. Mein TravelMate, gekauft im August 2003, besitze ich jetzt schon seit einem Jahr und neun Monaten. Grund genug, nach diesem Dauertest wieder einmal vom aktuellen Zustand des Gerätes zu berichten.
Beginnen möchte ich mit dem rein äußerlichen Teil, also den Gebrauchsspuren und Abnützungserscheinungen. Trotz meiner intensiven Nutzung haben sich diese glücklicherweise nach wie vor nur sehr spärlich eingestellt. Lediglich die vordere schwarze Blende, die auch den integrierten Cardreader überdeckt, hat inzwischen einen Riss bekommen. Dieser erstreckt sich auf der Oberseite der Abdeckung genau von der zweiten LED von links, das ist jene für den Betriebszustand, bis zum Ende der Abdeckung. Ein Bild davon ist am aktualisierten Ende der Ansichten-Seite zu finden. Der Riss ist nicht weiter schlimm, aber doch wert, erwähnt zu werden. Außerdem ist der Vier-Wege-Schalter des Touchpads auf der Innenseite schon ein wenig abgewetzt. Ansonsten lassen sich abgesehen von leichter Verschmutzung keine weiteren Abnützungserscheinungen finden.
Bedeutend schlechter sieht es da schon in Hinsicht auf das Display aus. Dieses weist inzwischen etliche blaue Pixelfehler auf, die nach und nach mehr geworden sind. Ich überlege daher ernsthaft, mein Notebook wegen dieser Sache jetzt kurz vor dem Auslaufen der zweijährigen Garantie noch einmal zu Acer einzuschicken. Dazu müsste ich die Pixelfehler wohl aber vorher zählen, um festzustellen, ob ich überhaupt einen Anspruch auf kostenlosen Austausch habe. Zum Glück sind die Pixel aufgrund der hohen Auflösung so klein, dass ein einzelner Pixelfehler bei normalem Sichtabstand absolut nicht auffällt.
Kurz nach dem Verfassen der vorigen Aktualisierung habe ich mein Notebook dann tatsälich zum zweiten und vorerst letzten Mal eingeschickt. Die Pixelfehler wurden leider nicht gerichtet, zu wenige waren es, um Anspruch auf Ausbesserung zu haben. Sehr wohl in Ordnung gebracht wurde das Smart-Card-Sicherheitsfeature, auch wenn ich inzwischen längst wieder davon abgekommen bin, es auch tatsächlich zu benutzen. Allerdings hat es fast ein Monat lang gedauert, bis das Gerät wieder zurück gekommen ist, was ich eindeutig negativ werten muss.
Stark nachgelassen hat leider die Leistungsfähigkeit
des Akkus. Die Laufzeit liegt inzwischen bei etwa eineinhalb Stunden, weshalb ich dazu übergegangen bin, das Notebook fast nur noch direkt am Stromnetz zu betreiben. Das ist umso negativer angesichts der Tatsache, dass dieser Akku weniger alt als das Notebook selbst ist, nachdem mir der erste Akku wegen eines Defekts ausgetauscht worden war. Das Gefühl, dass der Akku inzwischen weniger als die Hälfte seiner alten Ladungsmenge aufnimmt, deckt sich auch in etwa mit dem Info-Output des ACPI-Systems unter Linux. Hier zu sehen ist ein Auszug aus der Statusdatei /proc/acpi/battery/BAT1/info:
design capacity: 4400 mAh
last full capacity: 2298 mAh
Damit ist auch schon die Überleitung zu jenem Thema gemacht, mit der ich diese Aktualisierung enden will, nämlich die Tauglichkeit zum Einsatz des alternativen Betriebssystems Linux. Im Dezember 2004 habe ich Debian Sarge auf mein Acer TravelMate installiert, das ich inzwischen die allermeiste Zeit anstelle des originalen Windows XP Home einsetze. Ganz reibungslos war die Installation bzw. Konfiguration nicht, so kann beispielsweise aufgrund eines Fehler im BIOS die volle Auflösung des Displays von 1400x1050 Pixeln nur mit Hilfe eines Kniffes, nämlich des kleinen Tools 855resolution, genutzt werden. Insgesamt bin ich trotzdem relativ zufrieden mit der Kompatibilität zu Linux. Die meisten Dinge laufen einwandfrei, darunter das Energiemanagement des Prozessors, das WLAN, die 3D-Beschleunigung, das Touchpad mit seinen Zusatzfunktionen, der VGA-Monitorausgang oder auch die Zusatztasten rechts oben und die [Fn]-Tastenkombinationen. Fast alle diese Dinge sind allerdings nur nach manuellem Nachbessern zum Laufen zu kriegen. Seitens Acer ist hier nicht mit Unterstützung zu rechnen, was natürlich negativ auffällt, aber im Netz gibt es dennoch genug kompetente Hilfe. Suspend to RAM ("Standbymodus") will allerdings mit Linux partout nicht funktionieren, das gleiche gilt auch für den von mir nicht benötigten TV-Ausgang. Suspend to Disk ("Ruhemodus") über den Umweg mit software suspend 2 lasse ich lieber auch bleiben, da es mir zu riskant und aufwändig erscheint. Derzeit kommt wie schon gesagt Debian "Sarge" (derzeit noch als "testing" klassifiziert) mit einem selbst kompilierten Debian-Kernel der Version 2.6.8 zum Einsatz.
Fazit: Insgesamt immer noch positiv, die Pixelfehler müssten aber nicht sein, und der Akku könnte noch besser beinander sein. Die Linux-Tauglichkeit ist auf jeden Fall gegeben, und auch wenn sie nicht perfekt ist, geht sie doch eindeutig in Ordnung. Ein gutes Jahr sollte das Notebook auf jeden Fall noch durchhalten, bis ein Nachfolgemodell angeschafft wird, das, so wie es derzeit aussieht, entweder wieder von Acer oder aber von IBM kommen wird.
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